Donnerstag, 12. November 2009

Die Stadt Stockholm lädt ein - Studenten als Vorkoster für das Nobelpreisdinner




Wiedereinmal in meinem Leben, bin ich dem Nobelpreis so nahe gekommen, wie ich es wahrscheinlich mein ganzes Leben nicht mehr werde.







Die Stadt Stockholm hat diesmal alle Internationalen Masterstudis, Guestresearchers und PhD-Anwärter zum Vorkosten des Nobelpreisdinners eingeladen. Natürlich hat sich Misses Smörebröd das nicht zweimal sagen lassen und sich für dieses Ambiente und den gegebenen Anlass in Schale geworfen. Nicht nur ich, sondern sogar Jamie, der sich zwischen den ganzen schwedischen Männern noch immer underdressed vorkommt, hat sich eine Krawatte seines Großvaters um den Hals gebunden, mit der er zwar nicht overdressed war, aber zumindest mit einem Musterschüler eines britischen Internats verwechselt werden konntel. Zum Essen muss ich leider sagen, sollt ich jemals einen Nobelpreis bekommen, würde ich mir wünschen, die Veranstalter würden auf die mit Champignons gefüllten Palatschinken verzichten, vielleicht auch auf die schwedischen Cocktailwürstchen und sogar auf den Nichtausschank von Alkohol. In diesem Sinne schließe ich dieses Kapitel und widme mich dem Voranschreiten meiner wissenschafltichen Karriere, indem ich mich zwar nicht weitere 5 Stunden der Bioinformatik widme, aber zumindest dafür sorge, dass die Life-Work-Balance nicht aus dem Ruder läuft und füll mir den Abend mit einem Glas Wein. Und wenn der nächste Nobelpreis nicht an Afshin und seine Kollegen an der KTH geht, dann kann ich dem Komitee leider auch nicht mehr weiter helfen. Over and Out.

Mittwoch, 30. September 2009

Es ist passiert...


Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell passiert, aber erstens wird es kalt, wir haben gerade 7°C Außentemperaturen, zweitens wird es dunkel und drittens, ich bin geschwedet. Was soviel heißt, wie: ich habe eine Schwarzbeerjoghurt-färbige Hose, ich trage Make-up und sitze mit Sonnenbrillen im Pendeltåg. Gestern hab ich gehört, dass mein Schwedisch sehr gut ist, aber nicht von meiner hochgradig schwerhörigen Schwedischlehrerin, sondern von einer Studienkollegin, die schon seit 15 Jahren in Schweden lebt.
Mit Stolz geschwellter Brust und viel Geschmunzel aus dem Publikum ging dann auch mein erstes Referat auf Schwedisch über Spongebob Schwammkopf, pannenfrei über die Bühne.

Fotos gibt es nicht viele, weil meine Kamera den Geist aufgibt, die Kreditkarte gesperrt ist und die Finanzen sich nach dem Möbelkauf sowieso erst wieder erholen müssen. Genauer gesagt gibt es nur ein Foto, weil die Kamera eine Stunde Pause braucht, bis sie das nächste schießen kann, außerdem komm ich mir blöd vor, wenn ich a) nur Fotos von mir selber mach oder b) die schwarze Luft fotografiere.
Ansonsten kann ich mit keinen Sensationen dienen, die ich öffentlich posten kann, ohne, dass sie irgendwann auf mich zurück fallen, seien es jetzt die Wochenenden oder eben ganz andere Geschichten!

Samstag, 19. September 2009

IKEA für Anfänger - Wie belebt man einen grauen Quader?

Soll ja schneller gehen als man eigentlich glaubt, dass man zum Sklaven des IKEA Nestbautriebes wird. Endlich kann ich mir unter der Aussage von Tyler Durden etwas vorstellen, aber da mein Raum ja relativ begrenzt, jetzt rein im Vergleich zu früheren Wohngelegenheiten ist, kann man in auf diesen Zug für kurze Zeit aufspringen und gottseidank auch schnell wieder ab. Obwohl es länger dauerte als ich gehofft habe! So wurde dieses gelb-blaue Gebäude mit den Mini-Köttbullarportionen und anschließender Prinzesstorta zur Projektionsfläche all meiner Aggressionen. Was natürlich nichts mit IKEA direkt zu tun hatte, sondern eher mit der Tatsache, dass ich keine Bohrmaschine für neue Löcher in meinen Wänden verwenden darf.
Jetzt kommt erst das Lustige. Hab ich natürlich nicht verstanden, weil in meinen Wänden ja schon Löcher waren und als Antwort bekam ich: Das sind natürlich die Löcher, die von Anfang an in den Wänden waren.
Achso, wie konnte ich denn nur genau daran nicht denken.
Wenn man diesen Gedanken weiter spinnt und diese Löcher serienmäßig in allen Wohnungen eingebaut sind, dann hängen die Bilder eines jeden Studenten, in jeder Wohnung, an der exakt selben Stelle. Tragisch, das Individuum geht im Kollektiv unter und die Nägel wackeln, aber das nur so am Rande.

So, aber nun von Anfang an. Der graue Quader...Ja, der Quader war grau, ganz grau. Und nun die ersten Belebungsversuch. Naja, ich bin ja kein Profi.

aber ich wäre ja nicht Kate, würde ich so schnell aufgeben...nächster Versuch.













....der wie ich find, doch sehr geglückt ist.

Montag, 24. August 2009

Fortsetzung einer Liebesgeschichte




....als ich Stockholm das erste Mal verließ, hasste ich diese Stadt nahezu dafür, dass sie mir so sehr das Herz gebrochen hat. Doch im Laufe der Zeit begann ich mir die Frage zu stellen, warum nicht an einen Ort zurück kehren, an dem man sich wie zu Hause fühlte, nur eben doch ein klein wenig anders. Anders deswegen, weil dieser Weg, den ich eingeschlagen habe, verhältnismäßig wenig mit meinen Wurzeln zu tun hat. Es diesmal einfach mein Weg ist, meiner ganz allein. Ich könnte diesen Monolog noch länger spinnen, doch entscheide mich dafür ihn in meinem Kopf weiter zu führen.. ...genug der wehmütigen Philosophiererei über Wege, Erwachsenwerden und das Gefühl wahre Freiheit zu spüren.
Es gab bisher keinen Ort auf dieser Welt, den ich mit all meinen Sinnen in dieser Intensität erforscht habe, was natürlich zwangsläufig sehr viel zur Lebensqualität beiträgt.

Aber nun zu meinen zweiten ersten Tagen in Stockholm.


Wie immer fällt mir dieser extrem hohe Fashionvictimismus extrem auf, weswegen ich darum bitte, mir alle Kleider zu schicken, die ihr niemals anziehen würdet. Wahrlich ich sage euch, ich wäre total up to date. Das absoluteste NoGo das ich gesehen habe und anscheinend wirklich ein Trend werden wird, ist die Unart, weiße Socken in schwarzen Schuhen zu tragn. Ich meine, dies wäre ja verkraftbar, würde die Hose bis unter die Schuhsohle reichen...
..und jetzt darf jeder einmal raten, was die gemeine Hose in Schweden natürlich nicht tut....
...muss ich dazu noch was sagen?! Nein!


Jamie, meinem neuen Freund aus den USA, macht dieses Modebewusstsein ernsthafte Bedenken, da er sich, wie er selbst sagt, absolut unfashionable vorkommt. Ich sag dazu nur, ich bin gespannt wie lange es diesmal bei mir dauert, bis ich unmögliche Modetrends beginne anzunehmen. Soll ja anscheinend durchaus schon vorgekommen sein.
Mit Jim, einem weiteren neuen Freund, ebenfalls aus den USA, habe ich dieses Thema noch nicht besprochen.


Ahmed (2.v.r) aus Ägypten konzentriert sich derzeit eher weniger auf die Mode, stattdessen darauf, den ganzen Tag nicht ans Essen und Trinken zu denken, da wir derzeit den neunten Monat des islamischen Mondkalenders schreiben.
Fernando (1.v.l) aus Brasilien ist unser Nesthäckchen und dem ist das mit der Mode völlig wurscht, was ich sehr bewundernswert finde.

Zwei schwedische Jungs hab ich auch schon kennen gelernt, was jetzt verglichen mit dem letzten Aufenthalt in Stockholm, sehr sehr viel ist. Von einem der beiden hab ich eine unverhoffte Privatstadttour durch einen Teil Stockholms bekommen, den ich bisher noch nicht kannte. Wunderprächtig kann ich dazu nur sagen, aber bis die Konversation endlich ohne zu stocken von selbst von statten ging, musste Misses Smörebröd schon einiges an Aufwand in Kauf nehmen, was es unterm Strich defintiv wert war, weil dieser junge Schwede mir einiges an Einblick in die nordische Seele gewährt hat.


Was mich derzeit unwahrschienlich erheitert, ist meine Art mit dem Fehlen von adequaten Küchenuntensilien umzugehen. Das Inventar beschränkt sich derzeit auf eine Stielpfanne mit Deckel, 20 Plastiklöffel, von denen ich einen fast verkocht hätte, weil die ja doch nicht 100 Grad aushalten und sieben Pappschüsseln, die wenn man es schlau anstellt, sogar einmal auswaschen kann, bevor sie sich langsam aber sicher in Brei verwandeln. Spaghetti mit Sauce sind eine kleine Herausforderung.........

..................aber wie sagte schon Charles Bukowski: Wir sind hier um den Widrigkeiten des Lebens ins Gesicht zu lachen, ......

Freitag, 30. Mai 2008

Valborg i Uppsala - Ein brodelnder Hexenkessel














Ein Spektakel sondergleichen ereignet sich jedes Jahr am letzten des Aprils in Uppsala! Hierhin kommen alle Genuß- und Partysüchtigen Studenten, die man normalerweise auf Fähren gen Osten findet, natürlich auch Misses Smörebröd konnte sich dies Großereignis nicht entgehen lassen.






Alle arbeiten das ganze Jahr darauf hin, ihre Boote stromschnellenflott zu machen, was aber eher nicht gelungen schien, denn von unserem ersten Aussichtsposten aus, konnten wir fast nur Einzelteile erkennen! Naja, eher deprimierend, wenn man die sichtlich enttäuschten Kapitäne, Kapitäninnen, Konstruktöre, Konstruktörinnen und nicht zu vergessen, die bis zum Untergang treue Crew.




Deshalb ein kurzer Lokalwechsels in den Park, wo die Party langsam aber sicher los ging!



Chillig herum liegen und das erste Bier des Tages genießen!

Den richtigen Partypark fanden wir erst später, wo zur großen Verwunderung Misses Smörebröds, auch mal die Schweden, sich aufführen, als gäbe es kein Morgen.
Aber Misses Smörebröd wusste genau, dass es irgendwo ein Ventil geben musste und hier war es. Die Commune fand es sehr zuvorkommend, dass sogar Kondome verteilt wurden, aber später wussten wir dann auch warum, wobei ich dir gnädiger Leser, dieses Detail ersparen werde.


Die letzte Station führte dir Crew zurück nach Stockholm, besser gesagt nach Skansen, wo die Hexen um das Feuer tanzten um den Henkern damit den Spass zu verderben.

Go West - Helsingfors goes Stockholm

Nachdem der Angriff auf Finnland für die finnische Front doch etwas Ereignisreiches darstellte, war zumindest ein Gegenangriff offensichtlich. Schneller als erwartet kamen dann drei ganz zahme Buben in Misses Smörebröd´s Reich zu Besuch.

Die hohe Schule der Diplomatie, die Misses Smörebröd unter harten Bandagen ihrer Mutter unter jahrelanger Ausbildung erlernt hatte, war für eine Ländervereinigung unerlässlich. Also gab sich Misses Smörebröd ebenfalls zahm und führte erstmal zum Essen aus.


Orangensaft, auch das Öl des Nordens genannt ist dieser Orts sehr kostbar, weshalb jegliche Ressource, unabhängig von Ort und Zeit ausgeschöpft werden muss.

Ein paar Versuche, den Stlz seiner Wahlheimat wieder herzustellen, unternham Chris, der fliegende Holländer aus Belgien.

Oder Martin aus Ungarn versuchte es mit der hohen Schule der Philosophie.

Und El Dieta oder auch liebevoll Mr. Butter genannt, war fast nicht mehr aus den royalen Gemächern Misses Smörebröds zu entfernen.

Um die neue Freundschaft zwischen Finnland und Schweden zu besiegeln wurde ein großes Fest veranstaltet. Mit Ritterspielen, toten Tieren einem großen Feuer(das man hier übrigens noch nicht sehen kann)


Es war mir eine Ehre euch zu beherrbergen. Auf schöne Erinnerungen und ein Revival.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Grattis min lilla bonussyster!!!



hoppala, vielleicht schreibt man das ja doch anders..... *zwinker*