Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell passiert, aber erstens wird es kalt, wir haben gerade 7°C Außentemperaturen, zweitens wird es dunkel und drittens, ich bin geschwedet. Was soviel heißt, wie: ich habe eine Schwarzbeerjoghurt-färbige Hose, ich trage Make-up und sitze mit Sonnenbrillen im Pendeltåg. Gestern hab ich gehört, dass mein Schwedisch sehr gut ist, aber nicht von meiner hochgradig schwerhörigen Schwedischlehrerin, sondern von einer Studienkollegin, die schon seit 15 Jahren in Schweden lebt.
Mit Stolz geschwellter Brust und viel Geschmunzel aus dem Publikum ging dann auch mein erstes Referat auf Schwedisch über Spongebob Schwammkopf, pannenfrei über die Bühne.
Fotos gibt es nicht viele, weil meine Kamera den Geist aufgibt, die Kreditkarte gesperrt ist und die Finanzen sich nach dem Möbelkauf sowieso erst wieder erholen müssen. Genauer gesagt gibt es nur ein Foto, weil die Kamera eine Stunde Pause braucht, bis sie das nächste schießen kann, außerdem komm ich mir blöd vor, wenn ich a) nur Fotos von mir selber mach oder b) die schwarze Luft fotografiere.
Ansonsten kann ich mit keinen Sensationen dienen, die ich öffentlich posten kann, ohne, dass sie irgendwann auf mich zurück fallen, seien es jetzt die Wochenenden oder eben ganz andere Geschichten!