Donnerstag, 12. November 2009

Die Stadt Stockholm lädt ein - Studenten als Vorkoster für das Nobelpreisdinner




Wiedereinmal in meinem Leben, bin ich dem Nobelpreis so nahe gekommen, wie ich es wahrscheinlich mein ganzes Leben nicht mehr werde.







Die Stadt Stockholm hat diesmal alle Internationalen Masterstudis, Guestresearchers und PhD-Anwärter zum Vorkosten des Nobelpreisdinners eingeladen. Natürlich hat sich Misses Smörebröd das nicht zweimal sagen lassen und sich für dieses Ambiente und den gegebenen Anlass in Schale geworfen. Nicht nur ich, sondern sogar Jamie, der sich zwischen den ganzen schwedischen Männern noch immer underdressed vorkommt, hat sich eine Krawatte seines Großvaters um den Hals gebunden, mit der er zwar nicht overdressed war, aber zumindest mit einem Musterschüler eines britischen Internats verwechselt werden konntel. Zum Essen muss ich leider sagen, sollt ich jemals einen Nobelpreis bekommen, würde ich mir wünschen, die Veranstalter würden auf die mit Champignons gefüllten Palatschinken verzichten, vielleicht auch auf die schwedischen Cocktailwürstchen und sogar auf den Nichtausschank von Alkohol. In diesem Sinne schließe ich dieses Kapitel und widme mich dem Voranschreiten meiner wissenschafltichen Karriere, indem ich mich zwar nicht weitere 5 Stunden der Bioinformatik widme, aber zumindest dafür sorge, dass die Life-Work-Balance nicht aus dem Ruder läuft und füll mir den Abend mit einem Glas Wein. Und wenn der nächste Nobelpreis nicht an Afshin und seine Kollegen an der KTH geht, dann kann ich dem Komitee leider auch nicht mehr weiter helfen. Over and Out.