Dienstag, 29. April 2008

Es werden immer mehr....Schärengarten die Zillionste

Wenn man sich als Misses Smörebröd einmal ein Ziel gesetzt hat, ist es oft unerreichbar....Ich denke da an die Sache wie den Nobelpreis, dem ich hier oben schon so Nahe gekommen bin, wie ich ihm in meinem weiteren Leben, nie wieder kommen werde....
....oder die Geschichte, dass ich mal Gitarre spielen wollte, wie Carlos Santana, was ich bis jetzt aber noch nie jemanden erzählt habe.....Wobei der Umstand, dass meine Gitarre weit weg von hier unter mienem Bett verstaubt, diesem Vorhaben nicht unbedingt zuträglich ist!!

aber diesmal soll sich das nicht wiederholen. Ziel gesetzt und am besten Weg es auch durchzuführen...
Nämlich alle Inseln des Stockholmer Schärengartens bis zu meinem Lebensende zumindest einmal besucht zu haben....

Grinda ich komme....

erstmal die Festung von Waxholm genauer unter die Lupe nehmen......
.........und vielleicht dann doch weiter fahrenVaxholmcity war dann doch nicht so berauschend.....


aber Grinda hat da schon mehr zu bieten......

Und was ich immer wider feststellen muss....
......wie daheim, nur eben ein bisschen anders


viel zu schön, um nicht zurückzukehren

Montag, 28. April 2008

Helsingfors - ein Eroberungsfeldzug mit HappyEnd oder das große Rennen von Bellevue??

Der Osten zieht doch immer wieder, aber scheinbar nur mich, denn Reisepartner fand ich für diesen Vorstoß in eine neue Welt leider oder auch im Nachhinein betrachtet, gottseidank keine!

aber, ich bin jung, hab keine Ahnung vom harten Leben auf Fähren und hab mich kurzer Hand für eine Viererkabine mit 3 Variablen entschieden!

Nachdem ich ja die Mathematik eher als Hilfswissenschaft ansehe und sie daher nur im äußersten Notfall anwende, haben mich diese drei Unbekannten im ersten Moment doch etwas verwundert, drei alte Ladies, im Paradies der Genusssüchtigen...

Schneller Austausch der Identitäten und rauf an Deck, um den Schärengarten bei Sonnenuntergang zu erleben...

...aber wie ich das schon bemerkt habe, sind Sonnenuntergänge, ohne Wolken ein Spekatkel, das nur selten anzutreffen ist!!

Die Variablen waren harte Nüsse, aber der Rest entsprach vollkommen meiner Erwartung, 150 Sturzbetrunkene, die alle in eine neue Welt wollen. Wobei ich mich irgendwann schlecht gelaunt vor einem Fernseher, der eine schwedische Livediskussion über Freie Liebe und Verantwortung übertrug, wiederfand!

aber wie es so schön heißt, unverhofft kommt oft, hat mich dann doch ein sehr gutaussehnder schwedischer Finne angequatscht! Nach fünf Stunden Party machen, konnte ich dann doch nicht mehr und entschloss mich für ein Paar Stunden Schlaf, was aber unmöglich war, denn wer hätte geahnt, dass drei Unbekannte beim Schlafen so einen Heidenlärm machen könnten!

Am Morgen gleich den ersten Spaziergang durch Helsingfors, den ich aber nach 2 Stunden beendete, da der Schlafmangel mich doch etwas in Mitleidenschaft gezogen hatte!

Ab in das nächste Kaffeehaus und warten bis der liebe Dieter endlich Zeit für Misses Smörebröd hat!
Zwei Stunden, vier Kaffes und eine fast durchgebrannte Magenschleimhaut später, war es ann endlich so weit, ab ins Schwedische Theater in Helsingfors!

Beide Daumen nach oben, wenn man dann auch noch zum Efterfesten eingeladen wird, weil man ja selten, aber doch manchmal einen guten Eindruck hinterlassen kann...

Ab zum Efterefterfesten in den Rosegarden und endlich nach 40 schlaflosen Stunden, eine Couch, auf der ich so wunderbar geschlafen habe..





Das ist Suomelina, ich mein natürlich die Insel, der junge Mann der mir da ins Bild gesprungen ist, heißt Dieter...
Suomelina ist eine Gefängnisinsel, auf die nur Gefangene verfrachtet werden, die nicht schwimmen können! Hmmm? Ziemlich blöd, wenn das Hafenbecken im Winter zu friert! Das heißt dann wohl den ganzen Sommer lang Tunnel graben und im Winter Schlittschuh laufen.

















Spät, aber doch zog es uns zurück in die Zivilisation, um einer Party in einer zwei Zimmerwohnung mit 150 Gästen bei wohnen zu können!



Nachmittags darauf verließ ich Helsingfors mit einem weinenden und einem lachenden Auge...
...Danke für die coole Zeit mit euch Jungs und Danke, dass Stockholm doch viel schöner ist als es Helsingfors jemals sein wird....

Freitag, 4. April 2008

CarePakete















Carepakete sind die beste Erfindung seit Kinder von ihren Mamis flüchten. Früher gab es nur eine Mutter, aber in Zeiten von Patchworkfamilien muss man sich der Toleranz hingeben und einfach akzeptieren, dass manche Kinder nun mal zwei Mammis haben, die sich fragen, ob das Kind genügend zu essen bekommt.
Was eine sehr berechtigte Frage ist, wenn das Kind Freunde hat, die versuchen PanCakes mit Roggenmehl und Wasser zu machen. Aber darum soll es hier nicht gehen.
Hier soll es darum gehen, was dieses Paket Heimat, von der materiellen Seite und der Sinnhaftigkeit einmal abgesehen, wert ist.

Ich muss gestehen, dass ich den Moment des Öffnens immer hinaus zögere und versuche den Spannungsbogen sehr weit zu dehnen, dann kurz bevor er bricht, nochmal kurz Inne zu halten, Luft zu holen und erst nachdem sich der Inhalt offenbart wieder durchzuatmen. Ich werde immer an das Gefühl erinnert, dass wir hatten, als wir Kinder noch ans Christkind glaubten, den ganzen Tag bis zum Klingeln der Glocke hingehalten wurden und uns danach fast die Schädel einschlugen, nur um als erstes vor dem Christbaum zu stehen.

Das ist die Explosion, die Freude kommt erst jetzt, wenn ich sofort am Filzstift, der das Butterpapier der Salami beschrieben hat, erkenne, dass er aus der Medikamentenlade aus dem Küchentisch meiner Großeltern stammt. Mit welcher Sorgfalt mein Großvater die Buchstaben hinauf geschrieben hat. Ich das Rot der Tischbeine und die an ihnen entlang geronnenen, angetrockneten Lacktropfen vor mir sehe, die ich immer versucht habe abzukratzen. Ich das Butterpapier abziehe und am spitzeren Ende der Wurst weiß, wie das meine Großmutter immer gemacht hat. Der Sack Nüsse mich daran erinnern, dass mich meine Großmutter immer vom Tisch jagte, wenn sie mich beim Versuch, die schon gekiefelten Nüsse zu entwenden, erwischt hatte. Bei den Nougatherzen hör ich den Siegiopa sagen: "Ja Taubale wie gehts da denn?" und die Siegioma "Magst noch a bissl was?", nachdem ich zum dritten Mal gesagt habe, ich kann nicht mehr. Ich hätte nie gedacht, dass einem Vollkornspaghetti dazu motivieren können, sofort für seine Lieben kochen zu wollen und ich das Bild eines gestressten Herzschlagfinishs für ein Siebengängemenü vor mir habe, oder, meine Mama nicht versteht, wieso man Fear and Loathing in Las Vegas lustig finden kann. Ich könnte noch unzählige andere Eindrücke aufzählen, die mir diese Carpaket in den Kopf gezaubert hat......

worauf ich aber eigentlich hinaus wollte, dass Carepakete ein gutes Mittel für Mütter sind, ihre von Fernweh geplagten Kinder, wieder daran zu erinnern, dass es einen Ort auf der Welt gibt, an den man immer wieder zurückkehren kann, man immer willkommen sein wird, egal wie lang man weg war. Dass es einen Platz gibt an dem man nach Hause kommen kann, ohne fragen zu müssen, wie lange man bleiben darf.......

und dass Mütter, 2 vom Äther geschädigte möchtegern Aufreißer nicht komisch finden können, werd ich immer wieder verzeihen, denn sie schicken ja schließlich CarePakete und nichts anderes...